Das Gut Weissenhof im Sommerg'wand.
Abgesehen davon, dass mich meine Söhne wieder mal gelehrt haben, wie die Rollenverteilung im Hause Mühr ist, nämlich ich 40plus-Mama und die beiden im Wir-reißen-der-Welt-alle-Haxen-aus-Alter ...
Was gibt’s Schöneres, als auf ein fulminantes Familien-Pressewochenende eingeladen zu werden und dahin mit einem famosen Familienauto zu reisen?
Nun gut. Es gibt sicher noch was, das so was toppen kann.
Dennoch gehört solch eine kongeniale Kombination zu den absoluten und äußerst raren Highlights meines Redakteurinnen-Daseins.
Und wenn ich oder meine kleine Familie, also meine besten Buben und ich, etwas unternehmen, läuft das ganz gern bissl außer der Norm und mitunter auffällig ab.
Wir blieben unserem Vorsatz treu.
Gleich nach dem Start aus den heimatlichen Liesinger Gefilden schliffen wir uns elegant – denn der Renault Mégane Grand Tour gehört weniger der Kategorie Racer als der Truppe der komfortablen Familie-Cars an – wir parkten uns also dezent am Supermarktparkplatz ein, um Proviant für die Fahrt zu catern.
Da der französische Charmeur noch blitzeblank war, nutzte ich die Gelegenheit für ein erstes Foto und warf mich vor ihn auf den kalten Asphalt.
Des geeigneten Blickwinkels wegen.
Die lieben Lausejungen saßen bereits wieder kuschelig mit Getränk und Weckerl im megabequemen warmen Auto und betrachteten mich lieb, während ich mir auf der zugigen Fläche alles nur Vorstellbare abfror.
„Hübsches Auto!“ grinste mir ein flirtbereiter Mann belustigt zu, während ich mich im Streusplit suhlte.
Ich, kurz vor der Unterkühlung – und eigentlich wollte ich längst über die Autobahn düsen– erwiderte nur knapp und ganz gegen meine gefällige Gewohnheit: „Würd’ ich mich sonst vor ihn in den Staub werfen?“
Der Flirtfreudige zog sofort den Rückzug an.
Let me be your Floor-mat ;-)
Raum für mehr. Den Familien-Freund gibt's ab 18.900,-
Schlechtes Timing, dachte ich unentspannt, als ich mich kalt und grantig ins Auto warf, zwischendurch und mittendrin noch Daten und Infos für zwei Autostories checkte, einige Telefonate zwecks noch ausständiger Protagonisten für Geschichten meiner Kolleginnen führte.
Der Mégane flößte mir dann unverzüglich die dringend notwendige Ruhe und Gelassenheit ein.
Geruhsam, elegant und äußerst zuvorkommend schnurrte der Grand Tourer leise und sanft über A2, S6 und weitere Pfade, so dass wir nach tatsächlichen dreieinhalb Stunden, die uns wie wenige Minuten erschienen, schließlich im Paradies ankerten.
Oder zumindest einer Vorstufe des Garten Eden.
Das Gut Weissenhof in Radstadt (www.weissenhof.at) entpuppte sich als absoluter Must-see and Must-pass-through-Place für alles und jeden.
Zwei Tage lang residierten wir geräumiger als bei uns daheim, mit zwei Badezimmern, zwei Klos, zwei Balkons, drei Flachbildschirmen. Das alles lediglich am Zimmer.
Eines der beiden Schlafzimmer.
Blick vom Balkon auf die Piste.
Auf unglaublich großer und dennoch gemütlicher Fläche entfaltete sich vor uns ein Früchtetraum mit Wellness-Oase, Beauty-Spa, Heilmassage (einzigartig!!!!), Kulinarik-Überraschungen, der Mégane in der Tiefgarage, Schwimmbad-Sensation, Eisstockbahn, Reitmöglichkeit, Loipe vor der Loggia, Golf-Platz, Fitnessraum, Billard, Tischfußball, Tischtennistisch, Kinder-Kino und wasweißichnoch.
Der wunderschöne Stadl. Den Buben ist natürlich vor allem der Skidoo aufgefallen.
Und das alles – so die Überdrübertatsache – so platziert, dass jeder das tun kann, was er will.
Unbehelligt.
Oder im Pulk.
Ganz nach Lust und Laune.
Relax-Faktor 150.
Dazu die Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Ruhe der Hoteliersfamilie Habersatter.
Bei so viel „Pfffooaaaah-Feeling“ bewältigten wir sogar das stilvolle gemeinsame Abendessen mit den anderen geladenen Journalisten und Gutsbesitzern beinah bravourös.
„Bitte sag mir, wofür man soviel Besteck braucht“, wunderten sich beide Buben, die ihr Müsli vorzugsweise mit den Fingern verspeisen, nur kurz angesichts der vielen Gabeln, Messer, Löffel und Gläser beim feinst gedeckten Tisch.
Souverän meisterten die Jungs vier Gänge – ok, ein bissl präpariert hab ich sie davor - zauberhaft, entzückend, höflichst.
Dass sie bereits am nächsten Morgen jegliche Etikette über die Servietten warfen, weil da saß nur mehr ich mit ihnen am Tisch, ist nur mir Mama aufgefallen.
Denen werd' ich auf der Piste Pfeffer geben, dachte ich ausgeruht und bewegungshungrig.
Als sie mich nach wenigen Metern superscharfen Tempos lockerflockig übercarvten, wurde mir bewusst, dass ich nun endgültig gegen die sich immer mehr mit Testosteronfüllenden Jungs kein Schileiberl mehr reiß.
Auch während der verbleibenden Stunden, die ich mit Lesen, Saunieren, Massage und mehr genoss, wiesen mich die Burschen im Fitnessraum, am Pingpong-Table und sogar bei Level 8, einem kongenialen Kartenspiel, in die 42jährigen mütterlichen Schranken.
Sei’s drum. Das Weekend war der Überhammer.
Der Großtourige brachte uns galant nachheim.
Und ich zehre heute noch – bereits bis über beide Ohren, Hände und Hirn wieder in Sex-, Auto- & more Geschichten drin – von diesem Abstecher ins Wundervolle.